In der Fertigungstechnik ist das Umspritzen (Overmoulding) entscheidend, um Ästhetik, Ergonomie und Funktionalität zu verbinden. Die Delamination zwischen thermoplastischen Elastomeren (TPE-S) und starren Substraten stellt jedoch eine kritische Herausforderung dar. Um die Zuverlässigkeit der Bauteile zu gewährleisten, führt Franplast fortschrittliche Haftungstests gemäß der deutschen Richtlinie VDI 2019 durch.

Durch die Analyse der Haftfestigkeit mittels einer speziell für diese Verbindungen entwickelten 90°-Schälprüfung klassifizieren wir die Trennart und optimieren die Haftung an der Grenzfläche. Dieser Ansatz verhindert Ausschuss sowie Fehler in der Entwicklungsphase und stellt sicher, dass unsere TPE-Compounds in jeder Zweikomponenten-Anwendung optimale Leistung erbringen.

Sovrastampaggio 2k e TPEDie Bedeutung von TPE-S-Materialien beim 2K-Umspritzen

Das Umspritzen gehört zu den effektivsten Technologien, um ein weiches Material auf eine starre Komponente aufzuspritzen. In diesem Bereich etablieren sich styrolbasierte thermoplastische Elastomere (TPE-S) als ideale Wahl für die Herstellung von Griffen, Dichtungen und Zweikomponenten-Bauteilen. Zu den wesentlichen Vorteilen von TPE-S-Materialien gehören:

  • Breite Haftungskompatibilität: TPE-S können direkt auf starren Substraten haften – von Standardkunststoffen (PP, PE) bis hin zu komplexen Technischen Kunststoffen (ABS, PC, PA, Nylon) und sogar auf Metall.
  • Haptische und ästhetische Eigenschaften: Sie garantieren ein hervorragendes Soft-Touch-Gefühl, Rutschfestigkeit, Schwingungsdämpfung und eine einfache Einfärbbarkeit.
  • Prozesseffizienz und Nachhaltigkeit: Da es sich um thermoplastische Werkstoffe handelt, erfordern sie keine Vulkanisation, was die Zykluszeiten verkürzt; Verarbeitungsabfälle sind zudem zu 100 % recycelbar.

Sovrastampaggio 2k TPETPE-Delamination verhindern: Die Rolle der Richtlinie VDI 2019

Trotz der hervorragenden Eigenschaften hängt der Erfolg des 2K-Umspritzens von der Festigkeit der Grenzfläche ab. Ein Versagen, bekannt als Delamination, beeinträchtigt die Funktionalität des Endprodukts unwiderruflich. Um diese chemische Haftung objektiv zu messen, hat sich die deutsche Richtlinie VDI 2019 als globaler Referenzstandard etabliert: Im Gegensatz zu alten empirischen Tests definiert diese Norm ein strenges, standardisiertes Verfahren für die 90°-Schälprüfung, das speziell für umspritzte Verbindungen zwischen TPE und starren Substraten entwickelt wurde.

Die konkreten Vorteile der Anwendung dieser Richtlinie sind:

  • Vergleichbare und wissenschaftliche Daten: die Haftkraft wird in N/mm angegeben und bietet präzise Zahlenwerte zum Vergleich verschiedener Rezepturen.
  • Optimierung der Prozessparameter: sie ermöglicht die Bewertung, wie Formtemperierung und Einspritzgeschwindigkeit die molekulare Bindung beeinflussen.
  • Qualitätskontrolle und Risikoreduzierung: sie liefert klare Kriterien zur Vermeidung von Problemen in der Konstruktionsphase.

Bei Franplast ist die Anwendung der VDI 2019 essenziell: sie ist das einzige Werkzeug zur Zertifizierung der Haftkraft und garantiert hohe Qualitätsstandards sowie eine dauerhafte Produktionswiederholgenauigkeit.