Vor Kurzem fand am Arburg-Standort in Peschiera Borromeo die Veranstaltung „Defekte und Abhilfemaßnahmen beim Spritzgießen thermoplastischer Elastomere“ statt. In einem praxisorientierten Austausch analysierten Techniker von Arburg und Franplast reale Fallstudien zu TPE-S und zeigten Gegenmaßnahmen für die Produktion auf. Am selben Tag thematisierten Women in Plastics Italy und Women@Arburg in einem Panel die weibliche Führung in der Kunststoffbranche. Die Veranstaltung fällt in das Jahr, in dem Franplast sein 60-jähriges Bestehen feiert.
Defekte beim Spritzgießen von thermoplastischen Elastomeren: Technischer Fokus
Die Veranstaltung wurde von Cesare Pedone, Verkaufsleiter von Arburg Srl, und Elena Franceschetti, CEO von Franplast, eröffnet.
Danach übernahmen die Experten aus der Praxis: Luca Adessa (Arburg F&E) und Gabriele Ercole (Franplast F&E). Die beiden Techniker zerlegten die typischen Fehler bei der Verarbeitung von TPE-S und nannten jeweils die wahrscheinlichste Ursache sowie die entsprechende Gegenmaßnahme.
Fallstudien: Vom Polymerverhalten zu den Maschinenparametern
Der rote Faden war eindeutig: Jede Anomalie am Bauteil ist auf eine Prozessvariable zurückzuführen, und jede Variable muss basierend auf den Materialeigenschaften interpretiert werden.
Die Fallstudien zeigten, dass scheinbar identische Einstellungen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen können, wenn das spezifische rheologische Verhalten des verwendeten TPE-S nicht berücksichtigt wird. Der praktische Nutzen für die Unternehmen: Weniger Ausschuss und höhere Linieneffizienz.
Women in Plastics: Kompetenz und weibliche Führung in der Kunststoffbranche
Im zweiten Teil der Veranstaltung wechselte der Fokus auf ein Panel von Women in Plastics Italy und Women@Arburg.
Die Referentinnen diskutierten Themen abseits der rein technischen Aspekte: Wie man eine solide berufliche Laufbahn in einem sich schnell entwickelnden Industriesektor aufbaut und warum die Unterreprsentanz von Frauen in der Kunststoffbranche weder kulturell noch wettbewerblich länger tragbar ist.
Eine Zusammenarbeit mit Blick auf die internationale Zukunft
Abschließend bot ein Light Lunch den Teilnehmern die Möglichkeit zum informellen Austausch mit Technikern und Verbandsvertretern. Das Treffen markiert einen konkreten Schritt in der Zusammenarbeit zwischen Arburg und Franplast, die als technisches und ausbildungsrelevantes Referenzmodell für den TPE-Markt auf nationaler und internationaler Ebene konzipiert ist.

